Wiesbadener Hospiztag 2019

KULTURSENSIBLE BEGLEITUNG AM LEBENSENDE

Wie begegnen wir anderen Traditionen und Religionen?

 

Hospiztag 2019: Aktuell – informativ – konkret
 
Begleitung am Lebensende erfordert bei jedem einzelnen Menschen ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen und Sensibilität. Die individuellen Bedürfnisse und Wünsche, die Spiritualität der Kranken und des sozialen Umfeldes sollen angemessen beachtet und möglichst befriedigt werden.
Während uns die christlichen Rituale, Gebräuche und Einstellungen häufig noch vertraut sind, sind uns diese bei anderen Religionen oder Kulturen vielfach unbekannt und manchmal sogar befremdlich.
Was also tun, wenn sich ein baldiges Lebensende eines Menschen anderer Religion oder Tradition in der Nachbarschaft abzeichnet? Wie kann ich trauernden Angehörigen in Nachbarschaft, Freundes- oder Kollegenkreis begegnen? Wie kann ich helfen und wie kann ich ungewollte Verletzungen in einem solchen Fall vermeiden? Was ist bei Pflege und Begleitung zu beachten?
Viele Fragen, vor die wir in unserer zunehmend pluralistischen Gesellschaft gestellt werden. Der Hospiztag 2019 will darauf Antwort geben. Referentin Elke Urban, Palliativ-Fachkrankenschwester, arbeitete mehrere Jahre als RN (registered nurse) auf einer Intensivstation in den USA. Seit 2006 ist sie Krankenschwester in einem stationären Hospiz in NRW. Sie ist Autorin des Buches „Transkulturelle Pflege am Lebensende- Umgang mit Sterbenden und Verstorbenen unterschiedlicher Religionen und Kulturen“.
„Religiöse Überzeugungen und Praktiken werden sehr individuell am Lebensende gelebt“, so Urban. Daher müsse – auch bei Angehörigen – erfragt werden, wie der betreffende Mensch von seinem religiösen und kulturellen Hintergrund her begleitet werden möchte.
Im Anschluss an den Vortrag kommen Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften bzw. Kulturen in einer Podiumsdiskussion unter Moderation von Stefan Schröder, Chefredakteur des Wiesbadener Kurier/ Wiesbadener Tagblatt zu Wort. Es wird ein praxisbezogener lebendiger Einblick in für uns vielleicht „fremde Welten“ werden.
Den genauen Ablauf und die Podiumsteilnehmer können Sie dem Flyer rechts entnehmen.

Der Hospiztag wird in gemeinsamer Trägerschaft des Wiesbadener Hospizvereins Auxilium, des Caritasverbands Wiesbaden-Rheingau-Taunus, des Evangelischen Vereins für Innere Mission (EVIM) und Hospizium (Träger des Hospizes Advena) in Zusammenarbeit mit dem HospizPalliativNetz Wiesbaden und Umgebung veranstaltet.
Der 23. Wiesbadener Hospiztag steht unter der Schirmherrschaft des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration. Grußworte sprechen Karl-Georg Mages, Vorsitzender des Hospizvereins Auxilium Wiesbaden e.V. als Vertreter der Veranstalter, der Hessische Minister für Soziales und Integration Stefan Grüttner (angefragt) und Dr. Oliver Franz, Bürgermeister der Landeshauptstadt Wiesbaden.
Sie sind herzlich eingeladen.
(Gerhard Helm)

Termin: 16. März 2019, 9.30 Uhr bis 13.30 Uhr im großen Saal des Roncallihauses, Friedrichstraße, Wiesbaden.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.